Wolframsäure
Beschreibung
Wolframsäure (CAS 7783-03-1), auch als H2WO4 bezeichnet, ist eine anorganische Wolframverbindung, die vorrangig als Katalysator und Katalysatorvorläufer in der industriellen chemischen Verarbeitung eingesetzt wird.
Sie stellt einen zentralen Ausgangspunkt für die Herstellung wolframbasierter Katalysatoren und nachgelagerter Wolframverbindungen in der Metallurgie und der chemischen Fertigung dar.
In der Katalysatorherstellung wird Wolframsäure zu geträgerten Wolframoxidkatalysatoren verarbeitet, die in der Erdölraffinerie und in Hydrocrackinganlagen zum Einsatz kommen.
Die Produktion von Wolframmetallpulver und Wolframtrioxid stützt sich auf Wolframsäure als Vorläufer definierter Reinheit, der direkt in die Lieferketten der Pulvermetallurgie einfließt.
Darüber hinaus fungiert sie als Zwischenprodukt bei der Herstellung von Ammoniumparawolframat (APT), einer der wichtigsten gehandelten Wolframformen auf den globalen Rohstoffmärkten.
Hersteller von Spezialchemikalien nutzen sie zur Synthese von Heteropolysäurekatalysatoren, die bei Oxidations- und säurekatalysierten organischen Reaktionen Anwendung finden.
Wolframsäure wird als gelbes Pulver in technischer und Reagenzqualität geliefert. Die Reinheitsspezifikationen liegen für Katalysatoranwendungen typischerweise bei 99 % und darüber.
Hierbei gelten Feuchtigkeitsgehalt und Wolframoxidgehalt als standardmäßige Qualitätsparameter. Die Verpackung ist je nach Qualität in Mehrkilogrammbeuteln bis hin zu Großmengen erhältlich.
Physikalische Eigenschaften
| Schmelzpunkt | 100°C (dec.) |
| Siedepunkt | 1473°C |
| Dichte | 5.5 g/mL at 25 °C(lit.) |
| Flammpunkt | 1473°C |
| Aussehen | hellgelbes Pulver |
| Farbe | Gelb bis gelb-grünlich |
| Form | Pulver |
| Wasserlöslichkeit | unlöslich |
| Brechungsindex | 2.24 |
Handel & Regulierung
| HS-Code | 28259011 |
| WGK | 3 |
Dokumentation
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