4,4′-Diaminodiphenylmethan
Beschreibung
4,4′-Diaminodiphenylmethan (CAS 101-77-9), im Handel auch als MDA bekannt, ist ein aromatisches Diamin, das als Härter und Polymerbaustein in der Gummi-, Beschichtungs- und Klebstoffproduktion eingesetzt wird. Die zwei reaktiven Amingruppen ermöglichen eine kontrollierte Vernetzung und Kettenverlängerung in Hochleistungspolymersystemen. In Polyurethan- und Epoxidformulierungen wirkt MDA als Härter.
Es erzeugt ausgehärtete Systeme mit erhöhter thermischer und mechanischer Beständigkeit, die für Industriebeschichtungen und Strukturklebstoffe geeignet sind. In der Gummiverarbeitung wird es als Antioxidans eingesetzt. Dort dient es als Vernetzungsmittel in Reifenkomponenten und Elastomerdichtungen, wo langfristige Wärmestabilität gefordert ist. Bei der Synthese von Polyharnstoff und Polyamid dient MDA als Diaminmonomer.
Es trägt zum Grundgerüst von technischen Polymeren bei, die in Folien, Fasern und Formteilen verwendet werden. In der Textil- und Lederverarbeitung werden MDA-basierte Zwischenprodukte in der Farbstoffchemie eingesetzt. Dort dient es als Vorläufer für Azofarbstoffe zur Faserenfärbung. MDA wird als Feststoff geliefert, typischerweise als cremefarbene bis beigebraune Flocken oder Pastillen, sowie in geschmolzener Form.
Technische Qualität ist die übliche kommerzielle Spezifikation, mit einem Reinheitsgrad von in der Regel 99 % oder höher. Die Verpackung reicht von 25-kg-Säcken bis hin zu Großbehältern.
Wichtige technische Merkmale
- Hochreiner Standard
- Gleichbleibende Chargenqualität
- Vollständige Regulierungs- & REACH-Unterstützung
- Globales Logistiknetzwerk