Natriumsulfid
Beschreibung
Natriumsulfid (CAS 1313-82-2), auch als Dinatriumsulfid bekannt, ist eine anorganische Schwefelverbindung, die vorwiegend in hydratisierter Schuppenform geliefert wird.
Es wirkt als Reduktions- und Fällungsmittel in verschiedenen schwerindustriellen Prozessen, mit besonderem Bedarf in der Lederverarbeitung, der Textilfärberei sowie der Metallrückgewinnung.
In der Lederverarbeitung ist es das primäre Enthaarungsmittel, das während der Wasserwerkstattphase zur Aufspaltung von Keratinbindungen in Häuten eingesetzt wird.
Damit hat es unmittelbaren Einfluss auf Durchsatz und Hautqualität. Textilhersteller verwenden es als Reduktionsmittel zur Solubilisierung von Schwefelfarbstoffen.
Dies ermöglicht eine tiefe, waschbeständige Färbung auf Baumwoll- und Cellulosefasern. Im Bergbau und in der Hydrometallurgie fällt es Schwermetallionen aus Prozessströmen aus.
Es unterstützt sowohl die Metallrückgewinnung als auch die Einhaltung von Abwassergrenzwerten. Zellstoffbetriebe setzen es zur Sulfidfällung und pH-Regulierung ein.
Das Produkt wird kommerziell als gelbe bis ziegelrote hydratisierte Schuppen geliefert, typischerweise mit einem Reinheitsgrad von 60 % bei einem Wassergehalt von ca. 30–40 %.
Die technische Qualität ist die marktübliche Standardform. Wasserfreie und höhergradig reine Qualitäten existieren für Spezialanwendungen, sind jedoch im Großhandel weniger verbreitet.
Physikalische Eigenschaften
| Schmelzpunkt | 83 °C |
| Dichte | 1.856 g/cm³ @ Temp: 14 °C |
| Aussehen | crystals of varied colour, with a repulsive odour |
| Farbe | Gelb |
| Geruch | Geruch von faulen Eiern |
| Form | Flocken |
| Wasserlöslichkeit | 186 g/L (20 ºC) |
Sicherheit & Handhabung (Mehr Erfahren)
Handel & Regulierung
| HS-Code | 28301010 |
| UN-Nummer | 1849 |
| ADR-Klasse | 8 |
| Verpackungsgruppe | II |
| Lagerklasse | 4.2 - Pyrophore oder selbsterhitzungsfähige Gefahrstoffe |
| WGK | 2 |
Dokumentation
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