Zinkoxid
Was ist Zinkoxid?
Zinkoxid (CAS 1314-13-2), abgekürzt ZnO, ist eine anorganische Mineralverbindung für die Herstellung von Kautschuk, Beschichtungen und Körperpflegeprodukten.
Wo wird Zinkoxid eingesetzt?
- Kautschuk und Elastomere: Vulkanisationsaktivator, der mit Stearinsäure den Vernetzungsprozess einleitet und steuert
- Beschichtungen und Farben: weißes Pigment und schimmelresistenter Zusatzstoff, insbesondere in Außenarchitektur- und Marinebeschichtungen
- Körperpflege: kosmetisches ZnO in Sonnenschutzmitteln, Schutzcremes und mineralischen Foundations mit UV-Schutz und hautschützenden Eigenschaften
- Textil- und Lederverarbeitung: antimikrobielle Oberflächenbehandlung für Konservierungseigenschaften und Haltbarkeit
- Je nach Anwendung fungiert es als Aktivator, Pigment oder antimikrobielles Mittel.
- Keramik und Glas: reduziert Rissbildung und verbessert die Opazität.
- Katalysator in organischen Synthesen wie der Methanolproduktion.
- UV-Absorber in Kunststoffen und Flammschutzmittel.
- Entschwefelung von Gasen.
- Chemische Industrie: Rohstoff für die Herstellung von Zink-basierten Produkten.
Gut zu wissen: Anerkannte Spezifikationen umfassen USP, BP, Ph. Eur. und FCC für pharmazeutische Anwendungen. Sowohl indirekter als auch direkter Prozess sind kommerziell verfügbar, wobei ersterer typischerweise für Kautschuk- und Hochreinheitsanwendungen bevorzugt wird.
Hinweise zur Formulierung
- Enthält etwa 78 % Zink.
- Nicht kompatibel mit Magnesium und starken Säuren.
Typische Spezifikation
- Die Standardproduktion aus Zinkdampf ergibt Mikropartikel mit einer typischen Größe von einigen Mikrometern.
- Hergestellt durch direkte und indirekte Verfahren; das direkte Verfahren verwendet zinkhaltige Erze und ergibt weniger reines Zinkoxid als das indirekte Verfahren, das Zinkmetall mit einer Reinheit von 92–99,995 % verwendet.
- Nanopartikel sind Partikel zwischen einem und einhundert Nanometern in mindestens einer Dimension.
Regulatorischer Status
- In Europa darf kein sprühbares Sonnenschutzmittel mit Zinkoxid-Nanopartikeln zum Verkauf angeboten werden.
- Unterliegt keiner Beschränkung gemäß EU-REACH.
- In der EU nicht als besonders besorgniserregender Stoff (SVHC) identifiziert.
Lagerung, Verpackung und Handhabung
- Sollte in kühlen, trockenen und gut belüfteten Bereichen gelagert werden.
- Muss vor Feuchtigkeit geschützt werden.
Häufige Fragen zu Zinkoxid
- Welche Reinheit kann mit dem indirekten Verfahren erreicht werden?
- Das indirekte Verfahren verwendet sehr reines primäres metallisches Zink (SHG) als Einsatzmaterial, um die höchstmögliche Zinkoxid-Reinheit zu erreichen.
- Welche regulatorischen Anforderungen gelten für Zinkoxid in Lebensmittelkontakt-Kunststoffen in der EU?
- Die Verordnung (EU) Nr. 10/2011 besagt, dass Kunststoffmaterialien und -gegenstände, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen, nicht mehr als 25 mg Zn pro kg Lebensmittel freisetzen dürfen. Zinkoxid, Zinksulfid und Zinkhydroxid sind als Additive oder Polymerisationshilfsmittel zugelassen, aber als Monomere oder Ausgangsstoffe in Lebensmittelkontakt-Kunststoffen verboten.
Die technischen Inhalte werden vom SoleChem-Produktteam aus öffentlichen technischen Quellen zusammengestellt und aktualisiert; für produktspezifische Spezifikationen ist das Analysenzertifikat (COA) maßgeblich.
Andere Bezeichnungen (Synonyme)
ZnO|zincum oxydatum|zinci oxydum|zinc(II) oxide|philosopher's wool|flowers of zinc|Chinese white