Kaliumcyanid
Beschreibung
Kaliumcyanid (CAS 151-50-8), in der industriellen Beschaffung üblicherweise als KCN bezeichnet, ist ein anorganisches Salz, das vorrangig als Komplexierungs- und Laugungsmittel eingesetzt wird.
Es findet Anwendung in der Metallverarbeitung und Oberflächenveredelung. Die Fähigkeit zur Bildung stabiler Metall-Cyanid-Komplexe ist ausschlaggebend für die Nachfrage in der Galvanik und der Edelmetallrückgewinnung.
In der Galvanik dient KCN als primärer Elektrolytträger für die Abscheidung von Gold-, Silber-, Kupfer- und Zinkschichten auf Metallsubstraten. Es erzeugt gleichmäßige, haftfeste Oberflächen für Elektronikstecker.
Edelmetallbergbaubetriebe setzen auf Cyanid-Laugungsverfahren, bei denen KCN Gold und Silber aus minderwertigen Erzen in Lösung bringt. Dies ermöglicht eine kosteneffiziente Rückgewinnung im industriellen Maßstab.
In der Elektronikindustrie unterstützt es die selektive Metallabscheidung auf Leiterplatten und Halbleiterbauteilen. Schmuckveredelungsbetriebe verwenden KCN-haltige Bäder für die Hochglanz-Gold- und Silberbeschichtung.
Kaliumcyanid wird als weißes Granulat oder in Stücken geliefert, wobei für bestimmte industrielle Anwendungen auch flüssige Formen verfügbar sind. Handelsübliche Qualitäten werden mit hoher Reinheit angeboten.
Die Technische Qualität stellt die in Bergbau- und Galvanik-Lieferketten vorherrschende Spezifikation dar. Verpackungs- und Handhabungsanforderungen unterliegen dabei strengen behördlichen Auflagen.
Die Beschaffung erfordert in der Regel Endverwendungsnachweise sowie lizenzierte Handhabungseinrichtungen. Dies stellt die Sicherheit und Rückverfolgbarkeit innerhalb der chemischen Lieferkette jederzeit sicher.
Sicherheit & Handhabung (Mehr Erfahren)
Dokumentation
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