Dialdehyd-Stärke
Beschreibung
Dialdehyd-Stärke (CAS 9047-50-1) ist eine chemisch modifizierte Stärke, die durch Periodatoxidation hergestellt wird, wobei Aldehydgruppen entlang der Polymerhauptkette eingeführt werden.
Diese reaktiven Gruppen ermöglichen die Vernetzung mit Proteinen, Cellulose und anderen Polymeren, wodurch sie in mehreren Industriezweigen als funktionelles Bindemittel und Vernetzungsmittel eingesetzt wird.
In der Papier- und Zellstoffherstellung verbessert das Produkt die Nass- und Trockenfestigkeit durch Vernetzung von Cellulosefasern, was sich direkt auf die Blatteigenschaften auswirkt und den Faserverlust reduziert.
In der Textilveredelung wird sie eingesetzt, um Gewebten Knitterbeständigkeit und Dimensionsstabilität zu verleihen, ohne auf formaldehydbasierte Systeme zurückgreifen zu müssen.
In der Lederverarbeitung fungiert sie als Gerbhilfsmittel, indem sie Kollagenfasern vernetzt und so die Festigkeit und Wasserbeständigkeit des fertigen Leders verbessert.
Lebensmittelgerechte Anwendungen umfassen den Einsatz als Rheologiemodifikator und Texturmittel in stärkebasierten Formulierungen, bei denen eine kontrollierte Viskosität und Gelstabilität erforderlich sind.
Dialdehyd-Stärke wird typischerweise als weißes bis cremefarbenes Pulver mit unterschiedlichen Oxidationsgraden geliefert, die üblicherweise als prozentualer Anteil der Aldehydgruppen angegeben werden.
Technische Spezifikationen sind erhältlich, wobei die Oxidationsgrade je nach Anwendungszweck im Allgemeinen zwischen 20 % und 100 % liegen. Die Verpackung erfolgt in industriellen Großgebinden.
Physikalische Eigenschaften
| Schmelzpunkt | >180°C (Dec.) |
| Dichte | 1,5 g/cm 3 |
| Farbe | Blassgelb |
| Form | Solide |
Dokumentation
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